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Neues aus dem Reich der Untoten

Es begab sich im Märzen des Jahres 06 der Inquisition.

Es war eine dunkle Zeit, denn der Wecker schlief noch und der Inquisitor hatte in der Nacht zuvor das Licht gelöscht, um sich den traurigen Anblick seiner verwahrlosten Höhle zu ersparen. Vor dem Kühlschrank lag noch immer die verhungerte Katze und diente paradoxer Weise einer stetig wachsenden Madenfamilie als Nahrung. Die Blutspritzer an der Wand liessen auf einen glücklich verlebten Abend schließen und die Routine-Überprüfung der Gliedmaßen führte zu einem befriedigendem Ergebnis, sodaß der inquisitor sich bereit fühlte, ein neues Kapitel in der Geschichte der Inquisition einzuläuten.

Dieser historisch bewegende Tag hatte im Datum die Quersumme 13 (4+3+6) - es war also mit dem Schlimmsten zu rechnen. Nachdem er sich über den Zustand der sich im kühlschrank befindlichen Nahrungsmittel ein Bild verschafft hatte, erschien ihm die tote Katze als durchaus in Erwägung zu ziehende Alternative. Leise vor sich hin knurrend braute der Inquisitor sich einen Kaffe und nahm sich vor, nächste Woche das Pulver zu wechseln. Ich peitschte 17 also zum kleiderschrank und hieß ihn an, den heuchlerischen Anzug, ein schwarzes Hemd, die alberne Schweisserbrille und die Springerstiefel bereit zu legen, denn heute solle es nach Bürstadt gehen, wo es neben der Vogelgrippe auch noch ein historisches Rathaus gibt, welches das Ziel der heutigen Kreuzzuges war. Der Scherge war selbstverständlich viel zu langsam im Beschaffen der Kleidungsstücke und musste dafür bluten. Des Weiteren war das Hemd nicht ordentlich gebügelt, was ihn weitere 4 Finger kostete.

Es lag mehr Schnee draussen, als auf dem Wohnzimmertisch und insgesamt wich die allmorgendliche Hilflosigkeit nur langsam dem nüchternen Willen zum Mord aus künstlerischen Beweggründen.

Ein Blick auf die Uhr ließ den Inquisitor gewahr werden, dass er keine solche besaß.

Wenige Augenblicke später holten ihn die eigens per ICQ bestellten Büttel ab und sie führen mit der Aufschrift Feindflug auf der Heckscheibe im Fotzomobil nach Bürstadt, um Augenzeuge einer Vermählung zu werden und vorallem endlich kostenlos etwas zu frühstücken. Die beiden Satanisten, denen ich noch einige Monate zuvor bei der Deportation geholfen hatte, waren willens, von diesem Tage an ein gemeinsames Stammbuch zu führen. Während der Fahrt wurde uns klar, daß wir unmöglich pünktlich sein würden. Da man die Feierlichkeiten aber weder stören, noch verpassen wollte, verbannte ich den Hausmeister mitsammt seinem Schlüssel für 18 Minuten in eine gemütliche Raumzeitfalle, aus der ich ihn erst befreite, als wir vor Ort angekommen waren und uns die letzten Sitzfalten aus der Kleidung geglättet und das Blumenkind aus dem Radkasten gekratzt hatten.

Wenig später tauchte der Hausmeister auf und öffnete uns die Türen des im Jahre 1608 erbauten Gemäuers, in dessen Kellergewölbe seit dem 14. Oktober 1941 das Bernsteinzimmer sowie seit 1977 Elvis Presley versteckt gehalten werden. Die Gruftschlame und ihr mittlerweile amtlicher Stecher tauschten Ringe und Ja-Wörter standesgemäß in schwarz, besiegelten das Ereignis mit ausgiebigem öffentlichem Sex, während der händeschüttelnde Mob sich auf das obligatorische Freßgelage einstimmte.



Für den gemeinsamen Lebensweg wünsche ich dem Pack alles Gute und allzeit Rückenwind.

MAHLZEIT!







Photo Copyright 2006 by Outi
4.3.06 23:23


Tales from the fridge


Der Inquisitor trat vor den vor Neid und Nikotin erblassenden Spiegel und sah, dass es gut war.

Die Suche nach seinem getreuen Schergen "17" endete wie so oft im Kühlschrank, welcher sich mehr und mehr zu seinem bevorzugtem Versteck zu entwickeln scheint. Sein Tarnungsversuch als Gemüse war in zweierlei Hinsicht zum Scheitern verurteilt.

Zum einen halten Gemüse für gewöhnlich das Rauchverbot im Kühlschrank ein, zum anderen gelten seit Äonen Gemüse in Single-kühlschränken als höchst verdächtig. Ausgenommen hiervon ist selbstverständlich "Hambosch", die Höhlengurke, aber das ist eine andere Geschichte, die zu gegebener Zeit erzählt werden soll.

Heute standen Bestprechungen mit netten Terroristen an, welche mir per Internet von Sprengsätzen verschiedener Größenordnungen berichteten, unter anderem geeignet zum Einsatz in Kinderspielzeug, was ja ungeahnte Möglichkeiten der gezielten Auslöschung der ungewollten Nachwuchs-Heretiker böte.

Der Inquisitor und sein jämmerlicher Büttel bestiegen also das Inquisitomobil, um vorbei an hepatitisgelben Jugendlichen, die sich ihr Brot auf dem Straßenstrich verdienten und denen er aus moralischer Gefälligkeit noch rasch beim Überqueren der Regenbogenbrücke half, und deren frisch geernteten Innereien er in der Bahnhofsmission zur Speisung der Ärmsten der Armen gewinnbringend verkaufte.

Sein Weg führte an idyllischen Tonnefeuern, an denen sich greise wirkende teenagern von Stalingrad erzählten vorbei an einem maskierten Mann, der neben einem Bolzenschneider auch zwei Fahrräder dabei hatte. Der Herr beschloss nach dem Rechten zu sehen und verwickelte den Fahrraddieb in ein Gespräch, aus dem die Verzweiflung deutlich hervorkam, die den Beweggrund für sein unmoralisches Handeln darstellte. Die Frau des Mannes lag im Sterben da er aus der gesetzlichen Krankenkasse verstossen sich die 10 Euro Praxisgebüren nicht leisten konnte. Es ist eine Schande zu sehen, wie die Geißel der Armut in meiner geliebten stadt wütete, und ich schenkte ihm Trost und einen "Jesus liebt dich"-Aufkleber, über den er sich sehr freute, während ich ihm die Geldbörse stahl. Gebeutelt von soviel Leid auf den Straßen beschloss der Inquisitor seinen Weg wieder im Auto zu bestreiten, welches noch immer quer auf den beiden Behindertenparkplätzen am Bahnhof stand. Ein oligrün gekleidetes Fräulein händigte der heiligen Inquisition einen hellblauen Zettel aus und blubberte unverständliche Anweisungen, als ich ihre leider von Teer geschwärzten Lungen in einen hilfreich zur Seite stehenden Mülleimer entsorgte. Außer ihrer Uniform, die in Fetischkreisen etwa 100 Euro bringt und einer Crackpfeife hatte die Ordnunghüterin keine Wertgegenstände dabei.

Angekommen am Treffpunkt bei den Terroristen wurde ich von Rogue, alias Heinrich Hitler, standesgemäß begrüßt. Im Schein der antiken Menschenhautlampe besprachen wir neben der bevorstehenden Internierung aller Mitglieder des Bundestages über die Legalisierung von Kinderpornographie. An dieser Stelle vielen Dank an Aga. Die Schluckschlampe hat für euch das Archivbild ausgegraben.

Der Inquisitor erhielt im Tausch gegen die Feierabend-Crackpfeife und die Uniform einen Prototyp eines Sprengsatzes in Form und Funktion (!!) einer Mignom Batterie - garantiert Quecksilberfrei und damit Umweltfreundlich. Wir tauschten Verschlüsselungsdetails aus und gaben uns auf kommende Geschäfte die Hand und wünschten uns zum Abschied noch eine gute Endlösung.

Der Inquisitor der Gerechtigkeit und Moral blickte auf einen gleichsam erfolgreichen wie anstrengenden Tag zurück, während er auf seinem Parkplatz angekommen die Katze des Nachbarn aus dem Radkasten entfernte, um sich selbst geißelnd seinem wohlverdienten Feierabend zu zelebrieren.
24.3.06 23:23





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