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Fehlende Worte

Mittlerweile sind die Tage deutlich kürzer geworden, was an sich zur angenehmen Folge hat, dass ich länger ausschlafen kann, da die mir so verhassten Vögel erst sehr viel später beginnen, mir in sicherer Entfernung aus den Wipfeln der Bäume entgegen zu brüllen. An diesem denkwürdigen Samstag Abend hatte ich mir vorgenommen, beim Aufwachen irgendwann am nächsten Tag keinen qualitativ hochwertigen Dröhnschädel mein Eigen zu nennen. Dazu kommt bestätigend, dass die merkwürdigen Bedienelemente meines mir noch immer recht fremden Autos bei naiv-intuitiver Nutzung höchst erstaunliche Wirkungen hervorrufen, derer sich ein unbedarfter Trunkenbold kaum in der Lage sieht, Einhalt zu gebieten. Um es kurz zu fassen, trotz aller Vorsätze und wider alle Vernunft blieb ich am vergangenen Samstag im Bruch nüchtern und trank den Fischen ihren Lebensraum weg. Ein Pferdefressender Oger, der sich in ein A.S. Lavey T-Shirt gezwängt hatte, was ihn auch nicht sympathischer machte, versperrte mir den Zugang zur Tanzfläche. Ich beschloss also, mir ein weiteres erquickendes Labsal ohne neurotoxische OH-Gruppen zu gönnen und es zu trinken, während ich mit strahlenden Augen dem sich ankündigendem Herzstillstand des Ogers entgegenfieberte. Er zuckte bereits unkontrolliert mit dem Kopf in mehrheitlich vertikaler Richtung, und ich machte mir ein wenig Sorgen um die technische Realisierbarkeit seiner dioxinfreien Entsorgung, während ich den zarten Harmonien von Slayer lauschte. Die Lieder kamen, die Leute gingen und der Oger zuckte unbeeindruckt weiter. Wie ungerecht ist doch diese Welt - überall verhungern Menschen und ausgerechnet mir steht ein 400 Pfund Döner im Weg.
Auf dem Nachhauseweg um 2:35 Uhr triumphierte ich mit dem Auto dank meiner grandios abstinenten Lebensweise über ein um sein Leben laufendes Kätzchen, was mir im Normalzustand sicher entkommen wäre und sammelte es zwecks Umgestaltung in stilvolle Wehnachtsgeschenke für meine wenigen verbleibenden Freunde ein.
Zuhause fand ich 17 vor, der virtuos mit beiden Händen fuchtelnd vor dem Spiegel stand und sich vor seinem imaginärem Publikum verbeugte. Vielleicht sollte ich ihm mehr Aufmerksamkeit schenken, um ein gewisses Selbstwertgefühl in ihm aufkeimen zu lassen. Aber ich war müde und darum war es für ihn Zeit, es sich in seinem Schraubglas bequem zu machen. Glücklich teilte er mir mit, dass er nun wisse, wie die Illuminaten die Verschlüsselungen der e-mail Kommunikation knacken, bevor der Deckel des Schraubglases seinem Zweck gerecht wurde und unsere Unterredung beendete.
4.10.05 04:43


Social Automation

Nachdem ich heute lange ausgeschlafen, die Ziege gesch?ndet und meinen guten Kumpel Zero zum Abdecker gebracht habe, beschleicht mich doch grade ein nicht zu untersch?tzender Schlafanfall. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, da? ich mich des Samstags gerne dem v?lkischen Treiben im Bruch hingebe und mir somit noch nicht ganz klar ist, wie ich den heutigen Abend ?berstehen soll. Voraussichtlich wird der Abend zum Vormittag, da ich noch vor habe, vielleicht zusammen mit einer Compositae, mithilfe sprechender Gegenst?nde eine kleine Zeitreise anzutreten. 17 knabbert seit Stunden merkw?rdige Muster in eine Luftschlange ... . - .. / -.. .. . -. - / -.. . -. / .. .-.. .-.. ..- -- .. -. .- - . -. / --.. ..- .-. / . -. - ... -.-. .... .-.. ... ... . .-.. ..- -. --. / -.-. --- -.. .. . .-. - . .-. / -. .- -.-. .... .-. .. -.-. .... - . -.
naja, ich werde mich 'Mal auf die Socken machen und 17 mit seinen Luftschlangen in ruhe lassen.
8.10.05 21:28


Zombienation (v.2k5)

Als ich heute aufwachte, habe ich mich mal wieder vor mir selbst erschreckt. Oberfl?chlich betrachtet w?re man verleitet, den gestrigen Abend als S.N.A.F.U. abzutun, ich war im Bruch und war doch nicht da, war anschlie?end nachts mit netten Leuten auf dem Flohmarkt und hab doch von der Faszination, die eben solche M?rkte auf mich ?blicherweise haben, rein garnichts gesp?rt. So in etwa d?rfte sich ein Zombie f?hlen, ausgebrannt, kalt, seelenlos - ein auf die Zuschauerpl?tze verwiesener Regisseur. Je mehr ich mir Gedanken mache, desto mehr komme ich zu dem Enschlu?, da? die richtige Antwort gestern ".. im Bett bleiben!" gewesen w?re.

Licht realisiert man erst, wenn es verlischt, und "dabei sein" ist eben doch nicht alles.
9.10.05 21:23


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Nach meinem kleinen Exkurs in die Welt der exponierten unerfreulichen Gedanken habe ich von einer erstaunliche Anzahl von Reaktionen zu berichten - in Worten: "Null"
Ich vermerke ohne Bitterkeit in Nietzsches G?stebuch: "Experiment erfolgreich - These best?tigt, bis bald! s/61"
Von selbstironischer Heiterkeit getrieben rei?e ich das seit gestern vergilbende Frontblatt meines 365 Durchhalteparolen umfassenden Kalenders ab und arbeite mich dem sicheren "Endsieg" entgegen. Einige Erdn?sse und ein flauschiges, mit gedankenumnebelndem Weichsp?ler kontaminiertes Handtuch begleiten mich auf der Suche nach einem neuen Planeten oder Zigarettenautomaten. Vorbei an der bl?den Wand, an der des nachts immer wie auf einer billigen gif-Animationsseite in leuchtenden Buchstaben blinkend "magisches Theater - nur f?r Verr?ckte" geschrieben steht, und weiter zum Auto. Ein Routinecheck ergibt weder durchschnittene Bremsleitungen noch dilletantisch installierte Autobomben. Die freundliche Stewardess weist mir den Platz auf dem Fahrersitz zu. Ich mache mich mit den Instrumenten vertraut und ergreife das Steuer.
Kick ass, baby!
11.10.05 14:23


Vorwärts, abwärts

(20:53:59) susi: biste eingepenntgül?
(21:38:22) 6100: ja, bin eingepenn0rt :/
(21:38:47) susi: ach zvenni... *G*
(21:38:50) susi: *tätschel*
(21:38:54) 6100: und hab echt komisches zeugs geträumt *g*
(21:38:56) 6100: oh mann
(21:38:58) susi: was denn?
(21:39:13) susi: träume sind immer toll u ich analysiere sie auch gern
(21:39:14) susi:
(21:39:17) susi: *traumbuch hol*
(21:39:27) susi: ^^ brauch ich für schwierige sachen
(21:39:39) 6100: unter anderem bin ich mit meiner freundin in einem park spazieren gegangen
(21:40:35) 6100: die hatte die unangenehme eigenschaft, dass sie unbedingt etwas schräges für selbstverständlich tun musste,
(21:41:08) 6100: also wir liefen arm in arm an älteren leuten vorbei, während sie scheißend und rülpsend neben mir her blubberte

Aber fangen wir vorne an..
Ich stehe mit nackten Füßen auf rauen Keramik Fliesen, die fast schon zu heiß zum stillstehen sind, schaue in ein sich vor mir erstreckendes Tauchbecken über mir einen Sprungturm, der wie ich weiß 10 Meter Höhe misst.

Die gleißende Sonne brennt sich in meinen Rücken und spiegelt sich mitsamt dem blauen Himmel in Myriaden von kleinen Spiegeln, die von der durch den lauen Wind bewegten Wasseroberfläche gebildet werden. Ich folge der erfrischenden Einladung und springe kopfüber in das glitzernde Nass. Bereits beim Eintauchen wird mir klar, dass das Wasser keine übliche Dichte hat und ich falle ungebremst und bis zum Grund und vielleicht sogar etwas tiefer. Eine grobpixelige Kreatur erklärt mir mit beruhigenden Worten, dass ich 5 Bösewichte jeweils 5 mal töten muss, um einen Charakter-Flag zu erhalten und drückt mir freundlich lächelnd eine Art Rabattkarte in die Hand, die ich nach erfolgreichem Mord von der örtlichen Verwaltung abstempeln lassen möge.

Nun stehe ich also da, in meiner schwarzen Plattenrüstung, deren Schrammen und Dellen von längst vergessenen Schlachten erzählen und halte den Zweihänder, der Zerstörung bringt, aber aufgrund seines Gewichtes kaum Schutz vor flinken Gegnern aus dem Hinterhalt bietet, den Göttern zum Trotz und Zorn entgegen. Zerokee und Jule, ein Tier von einer Nonne, geben sich die Ehre und planen mit mir zusammen eine Mission in den Mediamarkt anzutreten und uns wider jegliches besseres Wissen, die drei inzwischen fehlenden Everquest Expansionen nachzukaufen. Jule brauchte noch 4 Stempel und Zeros Widerstand, erneut der Scheinwelt der Rollenspiele zum Opfer zu fallen war verblüffend leicht gebrochen.

Wir fanden uns in einem winzigen Schallplattenladen wieder, viel zu klein, um ein Zweihandschwert todbringend zu führen, und so waren es die beiden Zero und Jule, die hier dem Inhaber den Garaus machen mussten, bevor wir der schmalen Wendeltreppe nach unten folgen konnten. Die Wände des darunter liegenden Stockwerkes waren weiß gekalkt und zahlreiche, ausnahmslos rote Plakate ohne Aufschrift hingen an den Wänden. Ein kleiner künstlicher Bach schlängelte sich und sein Kiesbett an der rechten Wand entlang an einem Schlüsseldienst vorbei. In der Raummitte fanden wir vier DVD Boxen mit jeweils einer roten Scheibe darin.

Plötzlich war die Rüstung und der Bihänder nie da gewesen und ich folgte dem künstlichen Bach entlang der Wand in einen Gang, an dessen Decke Rohre und Versorgungsleitungen befestigt waren und suchte den Eingang zu meiner Wohnung, die sich verborgen in der Kanalisation befinden musste.

Nach einiger Sucherei fand ich den ehemaligen Eingang von einer mir bis dahin unbekannten Zwischendecke aus Beton versperrt. Grade einmal eine Handbreit war der Spalt, durch den ich den Sicherungskasten sehen konnte, den ich eigentlich gar nicht suchte, aber der mit Sicherheit zu meiner Wohnung gehörte. Rechts davon war ein Vergitterter Verkaufs-Schalter zu sehen, der nach U-Bahn aussah, und an dem ein rotes Plakat die Subunternehmer, die an diesem Bau beteiligt waren in einen Chat Raum einlud, in dem der Bauleiter sich zu rechtfertigen versprach. Die Veranstaltung hatte grade begonnen, und der Herr im Anzug erklärte, dass der Eigentümer des Gebäudes nicht auffindbar war und darum die Betondecke errichtet wurde. Man warnte die Subunternehmer vor meiner bevorstehenden Insolvenz. Als ich in den Chat eingegeben hatte, dass ich der Eigentümer und von der Errichtung einer Betondecke vor meiner Eingangstür keineswegs erfreut sei, fand ich mich in der Perspektive eines Frosches unter einigen verrottenden und herabgestürzten Latten einer Gartenhütte wieder, wie sie für alte Villen üblich ist.
Die Eckpfosten waren gemauert, die Wände bestanden aus schwarzen, verfaulten Holzgittern. Die nur noch teilweise erhaltene Dachkonstruktion aus schwarzem Holz wirkte mehr als zerbrechlich und ich begann mich durch den Schutt aus der Ruine hervor zu wühlen, bis ich meine normale Körpergröße wieder einnehmen konnte.
Dort Stand meine *Freundin und blickte auf einen Pfad, der sich von der Gartenlaube durch den dahinter liegenden Park wand. Ich wusste, dass sie es geil fand, fremde Leute beschimpfend, fluchend und ömm.. exkrementierend Spazieren zu gehen. Wir kamen Arm in Arm, fröhlich turtelnd an Alten und Kindern vorbei Wir erklammen eine Anhöhe, sie glücklich fluchend und scheißend der Abendsonne entgegen.

(21:43:16) susi: *kinnkratz*
(21:43:18) susi: *analysier*
(21:44:57) susi: ähä
(22:05:57) 6100: so... das war die steno version jetzt werde ich das mal ordnen und in blogform bringen, sobald mein kaffee fertig ist

*edit: nee, nix nein, ich hab keine Freundin, ich hab das geträumt..
*edut2: duh! nein, auch keine exkrementierende Freundin, keine Betondecke und keinen Schlüsseldienst!
*seufz*
23.10.05 23:23


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